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Swahili

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A1.1Anfänger · Grundlagen

1. Einführung ins Swahili

Swahili (Kiswahili) ist eine Bantusprache und die Verkehrssprache Ostafrikas: Man spricht sie in Tansania, Kenia, Uganda, der Demokratischen Republik Kongo und darüber hinaus; über 100 Millionen Menschen verstehen sie (meist als Zweitsprache). Sie wird mit dem lateinischen Alphabet geschrieben und ist sehr lautgetreu.1

Gute Nachricht für Deutschsprachige: Die Aussprache ist leicht (fünf Vokale), es gibt kein grammatisches Geschlecht und keine Artikel. Neu und faszinierend sind die Nominalklassen (eine Art „Geschlechter“, aber zahlreicher) mit Kongruenz, und das agglutinierende Verb, das aus sehr regelmäßigen Präfixen gebaut wird: ni-na-soma = „ich-jetzt-lesen“ = „ich lese gerade“. Konfidenz: Hoch für die Grundlagen, Mittel für das vollständige Klassensystem.

Warum Swahili lernen?

  • Ein Tor zu Ostafrika und zu Dutzenden Ländern und Kulturen.
  • Einfache Aussprache und lautgetreue Schreibung für Deutschsprachige.
  • Eine regelmäßige Grammatik: Verben werden wie Bausteine zusammengesetzt.
  • Großer kultureller Wert: Musik (Taarab, Bongo Flava), Literatur und Sprichwörter.

Was die Niveaus hier bedeuten

Dieser Leitfaden folgt dem GER: A1–A2 sind unten vollständig; B1–C2 sind umrissen und als unvollständig markiert.

2. Aussprache & Schrift

Swahili hat fünf Vokale (a, e, i, o, u), und die Betonung liegt fast immer auf der vorletzten Silbe. Einige Kombinationen sind eigen.3

Wichtige Laute

SchreibungAusspracheBeispiel
ch/tʃ/ (wie „tsch“)chakula (Essen)
sh/ʃ/ (wie „sch“)shule (Schule)
ny/ɲ/ (wie „nj“)nyumba (Haus)
ng’/ŋ/ (mit Apostroph)ng’ombe (Kuh)
j/dʒ/ (wie engl. „j“)jambo (Sache/hallo)
Vokale a e i o uklar, kein Schwa

Man spricht jeden Buchstaben aus; die Betonung auf der vorletzten Silbe (kiSWAhili).

3. Wie Swahili-Sätze funktionieren

Vier Punkte für den Anfang. Konfidenz: Hoch (Nominalklassen: Mittel).2

Kein Genus, aber Nominalklassen

Swahili hat kein Geschlecht und keine Artikel, ordnet Substantive aber in „Nominalklassen“ ein. Die grundlegendste ist die der Personen: Singular m-, Plural wa-. So heißt mtu „Mensch/Person“ und watu „Menschen“; mtoto „Kind“, watoto „Kinder“. Jede Klasse erzwingt Kongruenz bei Adjektiven und Verben.

Das Verb wird aus Präfixen gebaut

Das Verb ist sehr regelmäßig: Subjektpräfix + Tempuszeichen + Wurzel. Mit soma (lesen): ni-na-soma (ich lese), ni-li-soma (ich las), ni-ta-soma (ich werde lesen). Subjektpräfixe: ni (ich), u (du), a (er/sie), tu (wir), m (ihr), wa (sie).

Wortstellung

Die Wortstellung ist Subjekt–Verb–Objekt und damit einfacher als das deutsche Nebensatz-System: Juma anasoma kitabu = „Juma liest ein Buch“.

4. Grundwortschatz

Begrüßungen & Höflichkeit

SwahiliDeutsch
Jambo / HujamboHallo / Geht es dir gut?
Habari?Wie geht’s? (wörtl. „Nachrichten?“)
NzuriGut
KaribuWillkommen / gern geschehen
Asante (sana)Danke (sehr)
TafadhaliBitte
Ndiyo / HapanaJa / Nein
KwaheriAuf Wiedersehen

Nützliche Wörter

SwahiliDeutschSwahiliDeutsch
majiWassernyumbaHaus
chakulaEssenkitabuBuch
rafikiFreundmjiStadt
kubwagroßnzurigut/schön

Zahlen 1–10

SwahiliDeutschSwahiliDeutsch
moja1sita6
mbili2saba7
tatu3nane8
nne4tisa9
tano5kumi10

Hinweis: saba, sita und tisa sind arabische Lehnwörter. Konfidenz: Hoch.

A1

Übung: Begrüßungen & Zahlen

Practice: Begrüßungen und Zahlen 1–10. Tippen Sie das Swahili-Wort.. Type the missing word — accents are optional.

  1. 1.Ein einfacher Gruß („hallo“) ist .

    Hint: beginnt mit „j“ (wie engl. „j“)

  2. 2.„Danke“ heißt (sana = sehr).

    Hint: sechs Buchstaben; wird mit „sana“ verstärkt

  3. 3.„Bitte“ heißt .

    Hint: arabisches Lehnwort; beginnt mit „ta-“

  4. 4.Die Zahl 1 ist .

    Hint: vier Buchstaben, beginnt mit „m“

  5. 5.Die Zahl 3 ist .

    Hint: vier Buchstaben, beginnt mit „t“

  6. 6.Die Zahl 10 ist .

    Hint: vier Buchstaben, beginnt mit „k“

  7. 7.„Ja“ heißt .

    Hint: das Gegenteil von „hapana“

  8. 8.„Nein“ heißt .

    Hint: das Gegenteil von „ndiyo“

  9. 9.„Wie geht’s?“ fragt man mit ? (wörtl. „Nachrichten?“).

    Hint: arabisches Lehnwort für „Nachrichten“

  10. 10.„Willkommen / gern geschehen“ heißt .

    Hint: bedeutet auch „nah“; beginnt mit „ka-“

10 questions

Grammar reference: Wortschatz nach TUKI (Kamusi ya Kiswahili) und dem Kamusi Project; Sätze original für LinguaCommons. GER-Niveau A1. Konfidenz: Hoch.. Sentences are original to LinguaCommons.

A2.1Elementar · Nominalklassen & Verben

5. Mehr Grammatik

Die Personenklasse (m-/wa-)

Die Klasse 1/2 umfasst Personen: Singular m- (oder mw- vor Vokal), Plural wa-. Z. B. mtu → watu (Person → Personen), mwalimu → walimu (Lehrer → Lehrer), Mkenya → Wakenya (Kenianer). Es gibt weitere Klassen (ki-/vi-, ji-/ma- …), die man nach und nach lernt.

Die Tempuszeichen

Zwischen Subjektpräfix und Wurzel steht das Tempus: -na- (Gegenwart), -li- (Vergangenheit), -ta- (Zukunft), -me- (Perfekt). So heißt u-na-soma „du liest“, a-li-soma „er las“, tu-ta-soma „wir werden lesen“.

Keine Artikel

Es gibt kein „der/die/das/ein“: kitabu bedeutet „Buch“, „das Buch“ oder „ein Buch“ — je nach Kontext.

A2

Übung: Nominalklassen & Verben

Practice: Die Personenklasse (m-/wa-), die Subjektpräfixe und die Tempuszeichen, plus Wortschatz. Tippen Sie das Swahili-Wort oder Präfix.. Type the missing word — accents are optional.

  1. 1.„Person“ (Klasse 1) ist .

    Hint: drei Buchstaben; Plural „watu“

  2. 2.„Personen“ (Klasse 2, Plural) ist .

    Hint: Plural von „mtu“; beginnt mit „wa-“

  3. 3.Das Subjektpräfix der 1. Person („ich“) ist .

    Hint: zwei Buchstaben; eröffnet „___-na-soma“ = ich lese

  4. 4.Das Tempuszeichen der Gegenwart ist -- .

    Hint: steht zwischen Subjekt und Wurzel; „u-__-soma“ = du liest

  5. 5.Das Tempuszeichen der Vergangenheit ist -- .

    Hint: „a-__-soma“ = er las

  6. 6.Das Tempuszeichen der Zukunft ist -- .

    Hint: „tu-__-soma“ = wir werden lesen

  7. 7.„Wasser“ heißt .

    Hint: vier Buchstaben, beginnt mit „ma-“

  8. 8.„Haus“ heißt .

    Hint: beginnt mit dem „nj“-Laut (ny-)

  9. 9.„Buch“ heißt (Klasse ki-/vi-).

    Hint: arabisches Lehnwort; Plural „vitabu“

  10. 10.„Freund“ heißt .

    Hint: arabisches Lehnwort; bekannt aus „Hakuna matata“

10 questions

Grammar reference: Grammatik nach TUKI und dem Kamusi Project; Sätze original für LinguaCommons. GER-Niveau A2. Konfidenz: Hoch (Nominalklassen: Mittel).. Sentences are original to LinguaCommons.

6. Kultur & Kontext

Swahili entstand an der ostafrikanischen Küste aus dem Kontakt zwischen Bantuvölkern und arabischen Händlern und verbindet daher eine Bantu-Grundlage mit viel arabischem Wortschatz (und etwas Portugiesisch, Persisch und Englisch). Es ist eine verbindende Sprache Dutzender Völker, ein Symbol des Panafrikanismus und Arbeitssprache der Afrikanischen Union. Wer es lernt, öffnet Musik, Film und eine reiche Tradition von Sprichwörtern (methali).

Es gibt regionale Varietäten; der Standard beruht auf dem Sansibar-Dialekt (Kiunguja). Als Lernende/r begegnen Sie zuerst dem Standard.

„Haraka haraka haina baraka.“ — Eile bringt keinen Segen. (Swahili-Sprichwort)
B1.1Mittelstufe & mehr · Echtes Swahili (in Arbeit)

Wohin dieser Leitfaden führt

A1–A2 oben sind vollständig. Das folgende Material ist umrissen und bewusst unvollständig.

Geplante Niveaus B1–C2 (Stubs)

  • B1: das vollständige Nominalklassensystem und die Kongruenz; Possessiva; das Verbindungs-a.
  • B2: Verbalaspekte (-me-, -ki-, -ka-), Relativsätze, Passiv und Applikativ.
  • C1: Register, Konjunktiv, Idiomatik.
  • C2: Swahili-Literatur, Poesie, dialektale Variation.

7. Lernressourcen

Empfohlener Einstieg (geprüft im Juni 2026):

8. Hinweise & Grenzen

  • Swahili hat Varietäten; dieser Leitfaden lehrt den Standard (auf Basis des Kiunguja von Sansibar).
  • Der Leitfaden deckt A1–A2 vollständig ab; B1–C2 sind Stubs. Das Nominalklassensystem wird nur eingeführt (Konfidenz Mittel für das vollständige System).